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Chemotherapie bei Brustkrebs?


© Photographee.eu/Shutterstock

Eine Chemotherapie sollten Brustkrebs-Patientinnen vor allem dann in Betracht ziehen, wenn eine erneute Erkrankung droht. Über ihr individuelles Rückfallrisiko gibt ein Prognose-Test Aufschluss.

Chemotherapie beugt erneuter Erkrankung vor

Brustkrebs ist bei Frauen die häufigste Krebsart. Befindet er sich noch im Frühstadium, stehen die Chancen gut, dass er sich vollständig operativ entfernen lässt. Neben einer Hormonbehandlung können Patientinnen, bei denen der Krebs im Frühstadium entdeckt wurde, anschließend eine Chemotherapie machen, um eventuell im Körper verbliebene Krebszellen zu zerstören. Die Behandlung ist jedoch langwierig und reich an Nebenwirkungen – zum Beispiel schwächt sie das Immunsystem, lässt die Haare ausfallen und kann vorzeitig die Wechseljahre herbeiführen. Ist ein erneutes Auftreten der Erkrankung unwahrscheinlich, hat eine Chemotherapie daher eventuell mehr Nach- als Vorteile.

Prognose-Test kann bei Entscheidung helfen

Die Entscheidung für oder gegen eine Chemotherapie sollten Brustkrebs-Patientinnen gemeinsam mit ihrem behandelnden Arzt treffen. Als Unterstützung kann ihnen ein sogenannter Prognose-Test dienen. Er ermittelt anhand der Ausprägung bestimmter Gene, wie wahrscheinlich sich erneut Krebszellen entwickeln. Ergibt der Test ein hohes Rückfallrisiko, sollten Patientinnen auf jeden Fall eine Chemotherapie beginnen. Aber auch bei einem niedrigen Ergebnis verbleibt ein Restrisiko. Manche Mediziner sehen den Test daher kritisch.

Nicht alle Krankenkassen erstatten Prognose-Test

Ein weiteres Problem: Von der Vielzahl an hierzulande angebotenen Prognose-Tests erstatten die meisten Krankenkassen nur wenige oder überhaupt keinen. Patientinnen sollten sich daher vorab informieren, welche Kosten auf sie zukommen. Mehr Informationen zu den verschiedenen Tests finden sich auf der Website der Deutschen Krebsgesellschaft.

Quelle: SBK

Autor: Leonard Olberts

Hautpflege im Winter


© lightwavemedia/Shutterstock

Draußen frostige Winterluft, drinnen trockene Heizungsluft: Unserer Haut setzt die kalte Jahreszeit ganz schön zu. Dabei reichen schon ein paar einfache Maßnahmen, um sie vor dem Austrocknen zu bewahren.

Es ist kein Zufall, dass raue, rissige Haut vor allem im Winter auftritt. Zum einen stellen die Talgdrüsen bei kalten Temperaturen zunehmend ihre Arbeit ein. Zum anderen halten wir uns vermehrt in beheizten Räumen auf, was der Haut ihre Feuchtigkeit entzieht. Dr. Utta Petzold, Dermatologin bei der Barmer, empfiehlt daher, im Winter regelmäßig Sturz zu lüften und für eine ausreichende Luftbefeuchtung zu sorgen. „Dafür sind auch keine teuren Geräte notwendig. Ein nasses Handtuch auf dem Heizkörper ist ebenfalls hilfreich.“

Im Winter nur alle zwei Tage duschen

Regelmäßiges, heißes Duschen oder Baden schadet der Haut ebenfalls. Dermatologen empfehlen daher, im Winter nur jeden zweiten Tag zu duschen und höchstens einmal pro Woche ein Bad zu nehmen. Die Wassertemperatur sollte dabei so niedrig wie möglich sein. Da auch die Kopfhaut im Winter strapaziert ist, darf das Haarewaschen und Föhnen gerne mal wegfallen.

Hochwertige Pflegeprodukte gegen trockene Haut

Gegen trockene Haut eignen sich Pflegeprodukte mit hochwertigen Fetten und Ölen, zum Beispiel Linolsäure, oder mit feuchtigkeitsspendende Substanzen wie Urea oder Hyaluronsäure. Rückfettende Dusch- und Badeöle helfen je nach Zusammensetzung ebenfalls. Wasserhaltige Gele und alkoholhaltige Gesichtswasser trocknen die Haut hingegen weiter aus, da sie den natürlichen Schutzfilm der Haut angreifen.

Quelle: Barmer

Autor: Leonard Olberts

Kindern Arznei geben


© spass/Shutterstock

Dem kranken Kind Hustensaft, Augentropfen oder Zäpfchen zu verabreichen, wird für Eltern mitunter zur Nervenprobe. Mit den folgenden Tricks überzeugen Sie Ihren kleinen Patienten.

Arzneimitteln können die wenigsten Kinder etwas abgewinnen. Bei mancher Erkrankung führt jedoch kein Weg an ihnen vorbei. Eltern sollten sich dann auf keine langen Diskussionen einlassen. Erklären Sie dem Sprössling stattdessen kurz und altersgerecht die Notwendigkeit der Einnahme. Sagen Sie zum Beispiel: „Davon gehen die Schmerzen weg.“ Eventuell können Sie auch eine anschließende Belohnung in Aussicht stellen. Je nach Darreichungsform gibt es verschiedene Tricks, die Einnahme für den Nachwuchs möglichst angenehm zu gestalten.

Tipp: Wenn Ihr Kind zum Beispiel deutlich besser mit Zäpfchen als mit Tabletten klarkommt, fragen Sie Ihren Kinderarzt, ob er das Medikament auch in dieser Form verschreiben kann.

Arzneisäfte ihrem Nachgeschmack berauben

Da Arzneisäfte sich auf den Tropfen genau dosieren lassen, eignen sie sich für den Nachwuchs besonders gut. Viele Kinder ekeln sich jedoch vor dem bitteren Nachgeschmack. Lagern Sie den Saft daher am besten im Kühlschrank, Kälte mildert die Geschmacksintensität nämlich ab. Manche Wirkstoffe können Sie auch mit wohlschmeckendem Tee oder Fruchtsäften vermischen. Halten Sie davor aber sicherheitshalber mit Ihrem Apotheker Rücksprache.

Tipp: Um die Geschmacksrezeptoren des Sprösslings gleich ganz zu umgehen, können Sie den Saft mit einer Pipette oder einer nadellosen Spritze hinter die Backenzähne träufeln.

Augen- und Ohrentropfen auf Temperatur bringen

Augen- und Ohrentropfen empfinden Kinder vor allem dann als unangenehm, wenn sie zu kalt sind. Wärmen Sie das Fläschchen daher vorab in der Hand oder in warmem Wasser an. Bei Ohrentropfen ist die Gabe meist recht unkompliziert: Lassen Sie das Kind dafür seitlich auf ihrem Schoß liegen, also mit einem Ohr nach oben, und ziehen Sie sanft die Ohrmuschel nach hinten oben. Das erleichtert das Eintropfen in den Gehörgang.

Mit Augentropfen tun sich Kinder häufig besonders schwer – zumindest wenn sie direkt ins offene Auge eingetropft werden. Durch häufiges Blinzeln sind oft mehrere Versuche nötig. Die Alternative: Lassen Sie den Sprössling mit geschlossenen Augen auf dem Rücken liegen. Geben Sie den Tropfen aus kurzer Distanz in den Augeninnenwinkel und ziehen Sie dann das geschlossene Unterlid sanft herunter, damit der Tropfen ins Auge läuft. Läuft er stattdessen über die Wange, probieren Sie es erneut.

Tipp: Steht Ihr Kind mit Augentropfen auf Kriegsfuß, besteht auch die Möglichkeit, die Tropfen einfach im Schlaf zu verabreichen.

Wie Zäpfchen am besten „flutschen“

Bei kleineren Kindern sind Zäpfchen oft das Mittel der Wahl. Legen Sie das Kind dafür mit angewinkelten Beinen auf den Rücken oder auf die Seite. Wärmen Sie das Zäpfchen kurz an oder befeuchten Sie es mit warmem Wasser. Führen Sie das Zäpfchen dann am besten „verkehrt herum“ mit der stumpfen Seite ein. Eine Studie zeigte, dass es so besser im Enddarm bleibt. Drücken Sie die Pobacken des Kindes anschließend leicht zusammen, damit das Zäpfchen nicht gleich wieder rausflutscht.

Tipp: Fällt das Einführen schwer, betupfen Sie das Zäpfchen mit etwas Vaseline. Cremes und Öle sind hingegen tabu, sie können die Aufnahme des Wirkstoffs beeinträchtigen.

Tabletten schlucken leichter gemacht

Mit Tabletten kommen Kinder in der Regel ab sechs Jahren zurecht, teilweise tun sich aber noch Zehnjährige mit dem Schlucken schwer. Eine Möglichkeit ist es dann, die Tabletten zu zerkleinern. Tun Sie das aber nur in Rücksprache mit Arzt oder Apotheker, bei manchen Präparaten drohen nämlich Wirkstoffverluste.

Lassen Sie Ihr Kind Tabletten niemals im Liegen nehmen, es droht sich sonst zu verschlucken! Damit die Arznei gut rutscht, sollte sie mit Flüssigkeit eingenommen werden. Am besten geben Sie Ihrem Kind schon vor der Einnahme etwas zu trinken, etwa Wasser oder Tee. Verabreichen Sie Arznei niemals zusammen mit Milch oder Grapefruitsaft – sie verändern die Wirkung des Medikaments im Körper!

Tipp: Manche Kinder tun sich mit dem Schlucken leichter, wenn das Medikament in etwas Apfelmus oder Kartoffelbrei vermengt ist.

Autor: Leonard Olberts

Chlamydien-Test für junge Frauen


© Branislav Nenin/Shutterstock

Chlamydien-Infektionen sind hierzulande die häufigste sexuell übertragene Geschlechtserkrankung. Insbesondere für junge Frauen stellen sie ein Risiko dar. Ärzte raten daher zu einem jährlichen Test.

Frauen drohen schwere Folgeerkrankungen

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts erkranken jährlich etwa 300.000 Frauen in Deutschland an einer Chlamydien-Infektion. Betroffen sind meist sexuell aktive Frauen unter 25 Jahren. Da Chlamydien nur selten Beschwerden verursachen, bemerken viele der Frauen die Infektion nicht. Es drohen jedoch schwere Folgeerkrankungen – allen voran eine akute Adnexitis, die sich in Unterbauchschmerzen äußert. Auch für Frauen mit Kinderwunsch bedeuten Chlamydien ein hohes Risiko, da es zu folgenden Komplikationen kommen kann:

  • Unfruchtbarkeit
  • Eileiterschwangerschaft
  • Erkrankungen des Ungeborenen (zum Beispiel Lungenentzündung)
  • Frühgeburt.

Krankenkassen übernehmen Chlamydien-Test

Die gute Nachricht: Wird die Erkrankung rechtzeitig entdeckt, lässt sie sich gut mit Antibiotika behandeln. Für Frauen unter 25 Jahren gehört ein jährlicher Früherkennungstest auf Chlamydien sogar zu den Regelleistungen – die Kosten der Untersuchung übernimmt also die Krankenkasse. Wird dabei eine Infektion festgestellt, ist es ratsam, dass sich auch die Sexualpartner der letzten 60 Tage behandeln lassen, um eine Weitergabe der Chlamydien zu verhindern.

Um von vornherein das Ansteckungsrisiko zu minimieren, sollten junge Menschen mit wechselnden Sexualpartnern unbedingt auf Kondome zurückgreifen. Den Früherkennungstest ersetzen sie jedoch nicht.

Quelle: Frauenärzte im Netz

Autor: Leonard Olberts

Fruchtbarkeit beim Mann


© Syda Productions/Shutterstock

Die Zahl und Beweglichkeit der Spermien beim Mann hängt von vielen Faktoren ab. Bestimmte Erkrankungen, Medikamente und Genussmittel können die Fruchtbarkeit drastisch reduzieren. Worauf Männer mit Kinderwunsch achten sollten.

Viele Faktoren des modernen Lebens wirken sich negativ auf die Spermienproduktion und -qualität aus. Insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Übergewicht beeinträchtigen die Fruchtbarkeit des Mannes. Männer, die fettleibig sind (BMI über 30), gefährden sogar den Erfolg einer künstlichen Befruchtung ihrer Partnerin.  

Bluthochdruckmittel gefährden Fruchtbarkeit

Mittlerweile gibt es Hinweise darauf, dass nicht nur Bluthochdruck, sondern auch die Einnahme von Bluthochdruckmitteln die Fruchtbarkeit einschränkt. Männer mit Kinderwunsch, die Betablocker oder Kalziumantagonisten verschrieben bekommen, sollten daher in enger Absprache mit ihrem Arzt über einen Wechsel der Arzneimittel nachdenken.

Nikotin schädigt Spermien bis zu zwei Jahre lang

Besonders drastisch vermindert Nikotinkonsum die Fruchtbarkeit. Oft ist hier sogar das Erbmaterial, das die Spermien transportieren, geschädigt. Studien zeigen, dass die Samenzellen von ehemaligen Rauchern bis zu zwei Jahre brauchen, um sich zu erholen. Möglicherweise sogar dauerhaft zur Unfruchtbarkeit führt langjähriger Missbrauch von Anabolika, wie ihn zum Beispiel einige Bodybuilder betreiben. Von einer akuten Überwärmung, etwa durch Fieber, erholen Spermien sich hingegen nach etwa drei Monaten.

Potenz ebenfalls entscheidend für Fruchtbarkeit

Neben der Spermienqualität hängt die Fruchtbarkeit des Mannes auch von seiner Potenz ab. „Alkohol, Drogen und Psychopharmaka können manchmal die Ursache dafür sein, dass bei einem Mann die Stärke und Dauer der Erektion nicht mehr ausreichen oder sexuelles Verlangen, Orgasmus oder Ejakulation beeinträchtigt sind", erklärt der Androloge Dr. Frank-Michael Köhn. Daneben sind psychische Probleme wie etwa Depressionen ein häufiger Grund für Libidoverlust.

Quelle: Internisten im Netz

Autor: Leonard Olberts